Die meisten Pilze können durch Trocknung haltbar gemacht werden. Dadurch erhalten sie auch ein teilweise anderes Aroma und einen anderen Geschmack, weswegen sie gerne für leckere Saucen oder als Snack eingesetzt werden. Besonders Steinpilze, aber auch Champignions, Shiitake oder Austernpilze kann man sehr gut trocknen. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung lassen sich auch Pfifferlinge gut dörren. Nicht selten stellt man aus getrockneten Pilzen auch direkt Pilzpulver her.

Tipps für getrocknete Pilze

Nach dem sorgfältigen Putzen der Pilze müssen diese in gleichmäßig große Stücke geteilt werden. Die Gleichmäßigkeit ist deswegen wichtig, da sie sonst unterschiedlich lange Dörren müssen. Ist der Pilz nicht zu groß, reicht es oftmals aus, ihn zu halbieren, denn während des Dörrvorgangs "schrumpft" er aufgrund des Wasserverlusts auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe zusammen.

Wie beim Kochen sollten Pilze nicht unter Wasser geputzt werden, da sonst wertvoller Aromastoffe verloren gehen.. Mit einem Pinsel oder einer weichen Bürste können grobe Verschmutzungen entfernt werden.

Wie dörrt man Pilze?

Im Backofen kann man Pilze trocknen, im Dörrgerät klappt es aber erheblich besser. Greifen Sie bitte nicht zur Mikrowelle. Auch die Lufttrocknung führt oft zu problematischen Ergebnissen und reicht selten aus, um einen langfristigen Koservierungseffekt zu erzielen. Achten Sie auf eine konstante Temperatur zwischen 40 und 70 Grad (je nach Pilz unterschiedlich). Die Dörrzeit beträgt normalerweise zwei bis acht Stunden. Entscheiden Sie sich für den Backofen, muss die Temperatur niedrig genug und gleichbleibend sein. Außerdem braucht es eine Luftzirkulation, weswegen nur ein Umluftofen in Frage kommt. Erreicht der Backofen keine niedrigen Temperaturen, können Sie die Tür leicht angelehnt lassen. Außerdem sollten Sie die Pilze mindestens einmal wenden. Im Zweifel sollten Sie die Pilze bei einer niedrigeren Temperatur dörren, um möglichst wenige Mineralstoffe zu zerstören.

Wann sind getrocknete Pilze fertig?

Das Ende des Dörrverfahrens ist offiziell erreicht, wenn weniger als 15 Prozent Flüssigkeit im Pilz sind. Da das schwer messbar ist, müssen Sie sich auf Ihren Tastsinn verlassen. Die meisten getrockneten Pilze sind eher hart als weich. Flüssigkeitsrückstände am äußeren Rand deuten auf darauf hin, dass das Trocknen noch nicht fertig ist. Werden die Pilze durch die Trocknung zu hart, sollten Sie sie auf keinen Fall wegschmeißen, sondern sie mit einem Mörser oder ähnlichem zu Pilzmehl bzw. Pilzpulver verarbeiten. Das eignet sich prima als Gewürz. nach der Trocknung sollten die Pilze 20 bis 30 Minuten ruhen und abkühlen.

Trockenpilze richtig lagern

Getrocknete Pilze sind Monate, teilweise auch Jahre haltbar - aber nur, wenn Sie richtig gelagert werden. Nachdem dem die Pilze erkaltet sind, eignet sich ein luftdicht abschließbares Glas als Aufbewahrungsmöglichkeit. Auch verschließbare Tüten sind eine gute Wahl. Das Ziel ist es, dass die getrockneten Pilze so wenig Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, da sie sonst nicht so haltbar sind. Kühlen müssen Sie die Dörrpilze übrigens nicht.

Getrocknete Pilze sollten vor der weiteren Verwendung in warmen Wasser mindestens 20 Minuten aufweichen. Die dabei entstehende Flüssigkeit kann für Saucen oder ähnliches verwendet werden.

Rezepte und Anleitungen für getrocknete Pilze