Richtig dörren

Dörrautomaten, Rezepte & Wissen

Kategorie: Rezepte (Seite 2 von 3)

Basilikum trocknen – so geht’s

In keiner Küche darf Basilikum fehlen. Aber wenn der Winter naht kommt die sonnenliebende Pflanze schnell in Bedrängnis. Mit dem Trocknen von Basilikum kann der Überschüssige Basilikum leicht konserviert werden. Wie das funktioniert? Das erklären wir hier.

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Apfelchips selber machen – mit und ohne Dörrautomat

Apfelchips gelten als gesunde alternative zu Kartoffelchips. Noch dazu sind sie relativ leicht herzustellen. Warum führen die Apfelchips dann noch ein Nischendasein? Das müssen wir ändern! Mit unserem Apfelchips selber machen Rezept.

Apfelchips BasiswissenÄpfel für Apfelchips

Äpfel kann man auf verschiedene Arten trocknen – der Apfelchip ist nur eine Variante. Dickere, getrocknete Apfelscheiben und Ringe sind ebenfalls sehr beliebt, werden jedoch etwas anders hergestellt (bald gibt’s dazu hier ein Rezept). Natürlich kann man Apfelchips auch im Laden kaufen. Immer mehr Unternehmen werben damit. Die Produkt sind jedoch von recht unterschiedlicher Qualität. Meist leiden die Apfelchips darunter, dass konservierende Zusatzstoffe beigemischt werden, die die Haltbarkeit erhöhen sollen, aber nicht immer dem Geschmack und der Verträglichkeit dienen. Apfelchips selber machen ist also die einige Garantie, ein gutes Produkt zu bekommen.

Es kursieren die merkwürdigsten Ideen, welche Äpfel sich denn tatsächlich am besten für Apfelchips eignen. Im Endeffekt ist die Wahl aber zweitrangig und kann ganz dem eigenen Geschmack untergeordnet werden. Wer es süß-sauer mag, der greift zu Elstar oder Jonagold, wer es süß mag greift zu Braeburn oder der Pink Lady und so weiter.

Wie man Apfelchips am besten herstellt

Zwei Möglichkeiten drängen sich beim Apfelchips selbst machen auf.

a) Im Backofen

Apfelchips benötigen vergleichbar hohe Temperaturen. Dadurch ist es auch möglich, die Äpfel im Backofen zu trocknen. Je krosser die Apfelchips werden sollen, je eher eignet sich der (Umluft) Backofen. Es genügt ein Rost, etwas Backpapier und ein wenig Geduld. Der Nachteil liegt im Stromverbrauch. Apfelchips benötigen ein bis zwei Stunden im Ofen. Je nach Ofen ist der Verbrauch an Strom hier deutlich höher, als das in einem Dörrautomaten der Fall ist.

b) Im Dörrautomat

Gerade bei softeren Apfelchips ist der Dörrautomat besser geeignet als der Ofen, da er auch Temperaturen um die 50 bis 60 Grad beherrscht und sich flexibel einstellen lässt (den passenden Dörrautomaten vorausgesetzt). Der Stromverbrauch gegenüber dem Backofen ist ein weiterer Vorteil.

An der frischen Luft lassen sich Apfelchips nicht gut herstellen. Es ist schlicht nicht warum genug und die Temperatur auch nicht konstant genug. Lediglich Apfelscheiben oder Ringe lassen sich hier bedingt realisieren.

Anleitung: Apfelchips im Dörrautomat oder Backofen herstellen

Man sollte Apfelchips nicht süßen. Wer es etwas süßer haben will, der sollte eher zu einer süßeren Apfelsorte greifen. Ansonsten ist der Zuckergehalt von Apfelchips schon von Natur aus hoch genug, um angenehm zu schmecken.

Was getan werden kann, ist etwas Zitronensaft bzw. Limettensaft auf den gehobelten Apfelchips vor der Trocknung zu geben. Das verleiht ihnen eine angenehme Säure. Das ist allerdings Geschmackssache.

Außerdem werden für das Trocknen von Apfelchips benötigt:

apfelReife Äpfel
Unbenannt1,5 bis 2,5 Stunden (je nach Größe und Reife)
makefg.php50 bis 70 Grad (Dörrautomat), 60 bis 70 Grad (Ofen)

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Waschen

Die Äpfel gründlich waschen und danach abtrocknen. Wir wollen so wenig Flüssigkeit an den Äpfeln haben!

2. (optional) Schälen

Je nach Wunsch können Sie die Äpfel schälen. Für gute Apfelchips ist das aber kein Muss. Hier können Sie ganz auf die eigenen Vorlieben hören.

3. (optional) Kerngehäuse entfernen

Da wir die Apfelchips in dünnen Scheiben haben wollen, ist es am besten, wir entfernen das Kerngehäuse. Am besten klappt das mit einem Apfelausstecher. Ein Muss ist das Entfernen jedoch nicht, da beim Hobeln die einzelnen Kerne auch so herausfallen, teilweise aber auch splittern.

4. Schneiden bzw. Hobeln

Nun müssen wir die Äpfel in die passende Form bekommen. Am einfachsten geht das mit einem Gemüsehobel. Hier werden die Scheiben schön dünn. Sie können aber auch ein Messer nehmen, und möglichst dünne Scheiben schneiden. Nachteil hier: Die Scheiben werden ungleichmäßig dick und benötigen eigentlich unterschiedlich Lange, bis sie getrocknet sind. Faustregel: Je krosser Sie die Apfelchips haben wollen, desto dünner müssen Sie die Scheiben schneiden oder hobeln. Achtung: Dicker als ein, zwei Millimeter sollten die Scheiben nicht werden.

5. Verteilen

Einfach die rohen Apfelchips ist einfach gemacht. Im Backofen einfach Backpapier auslegen und die Apfelchips nebeneinander (nicht übereinander!) verteilen. Im Dörrautomat auf die einzelnen Etagen verteilen, am besten auf eine Dörrfolie (Backpapier geht auch, klebt aber mehr).

6. Die richtige Temperatur

Diese hängt sowohl von der dicke der Äpfelscheiben ab, als auch vom gewünschten Härtegrad des Ergebnisses. Wer es kross mag und/oder dicke Scheiben hat, der sollte auf 70 Grad gehen. Wer es etwas weicher mag, der sollte es mit 50 bis 60 Grad versuchen.

7. Die richtige Dörr-Dauer

Im Backofen kann es sein, dass sie die Apfelchips nach 45 Minuten umdrehen sollten, damit sie von allen Seiten perfekt werden. Im Dörrautomat können die Apfelchips die komplette Zeit verweilen, sollte die Temperatur der einzelnen Etagen gleichmäßig sein (was sie aber bei guten Dörrautomaten ist).

Frühestens sollten sie nach einer Stunde überprüfen (bei hohen Temperaturen), ob sie mit den Apfelchips einverstanden sind. Spätestens nach 2,5 Stunden haben die gesunden Chips einen schönen Härtegrad erreicht.

8. Lagerung der Apfelchips

Getrocknete Apfelchips sind ohne Probleme mehrere Wochen haltbar. Richtig gelagert (und vorher gut gedörrt) auch gerne mehrere Monate. Am besten eignet sich ein luftdichtes Gefäß weit weg von Sonneneinstrahlung.

Viel Spaß mit den selbstgemachten Apfelchips!

Fertige Apfelchips

 

 

Rosmarin einfach trocknen – so geht’s

Rosmarin peppt viele Gerichte auf – ein Grund, immer frischen Rosmarin zu haben. Wenn das nicht geht oder zu viel des guten Krauts vorhanden ist, muss der Rosmarin getrocknet werden. Auf was es beim Dörren des Tau des Meeeres (so die direkte Übersetzung) ankommt, darum soll sich dieser Artikel kümmern.

Unter den Kräutern ist der Rosmarin als der Immergrüne bekannt, weil er das ganze Jahr grün blühen kann. Der intensive Geruch hat ihn über die Jahrhunderte für die mediterrane Küche wichtig gemacht. Noch viel früher war das Kraut aber auch als Heilpflanze in Medizin oft vorzufinden. Noch heute gilt Rosmarin als gutes Mittel, um den Kreislauf in Schwung zu bringen oder gegen Blähungen. In einer Mischkultur eignet sich übrigens Salbei (so trocknet man Salbei) bestens.

Frischer RosmarinRosmarin haltbar machen – das sind die Möglichkeiten

Neben dem klassischen Trocknen im Dörrautomat, gibt es natürlich noch weitere Methoden, Rosmarin zu trocknen

  • Sehr gut funktioniert es, den Rosmarin einzufrieren. Getrocknete Kräuter eignen sich sehr gut für eine Gefriertrocknung. Duftstoffe und Inhaltsstoffe bleiben weitestgehend erhalten. Kleiner Tipp: Immer mit etwas Öl einfrieren.
  • Auch in der Mikrowelle lassen sich mitunter brauchbare Trocknungsergebnisse erzielen. Ganz wichtig ist aber, dass der Rosmarin nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Also lieber auf einer niedrigen Stufe anfangen und auch nicht länger als drei, vier Minuten auf diese Weise trocknen.
  • Der Backofen ist für die Trocknung von Rosmarin nur dann geeignet, wenn er Temperaturen von 40 oder weniger Grad beherrscht. Dann können Sie den Rosmarin ganz normal ernten, ihn auf Backpapier auslegen und dann auf niedriger Stufe drei bis vier Stunden trocknen lassen. Wichtig: Bitte einmal pro Stunde wenden!
  • An der frischen Luft ist das Rosmarin-Trocknen natürlich auch möglich. Allerdings sind die Ergebnisse nicht so gut, wie wenn ein Dörrautomat verwendet wird. Schuld sind Umwelteinflüsse. Besonders eine schwankende Temperatur macht das Dörren an der frischen Luft zu einem Glücksspiel. Wenn Sie es doch versuchen wollen, hängen sie den Rosmarin an einem warmen (aber nicht zu heißem) Tag kopfüber nach draußen (in den Schatten!). Drei bis fünf Tage später sind die Kräuterzweige trocken genug.

Anleitung: Rosmarin trocknen mit einem Dörrapparat

Im Dörrgerät wird Salbei trocknen zu einem Kinderspiel. Ein paar Dinge sollten dennoch beachtet werden

Dafür braucht es:

Möglichst trockene Rosmarin-Zweige
Unbenannt2 bis 3 Stunden
makefg.php35 Grad (notfalls auch 40 Grad)

1. Ernten & nicht waschen

Ernten sie gesunde, einzelne Rosmarinzweige. Vor der Weiterverarbeitung sollten sie den Rosmarin wenn möglich nicht waschen. Jede Zugabe von Flüssigkeit haut Auswirkungen auf den Dörrvorgang. Wenn Sie ihn doch waschen, tupfen Sie ihn anschließend mit einem Geschirrtuch so trocken wie möglich.

2. Korrekt anordnen

Richten Sie den Rosmarin mit seinen Zweigen in möglichst kleinem Abstand nebeneinander auf den Einlagen des Dörrgeräts an. Verhindern Sie, dass die Zweige übereinander liegen. Eng darf der Rosmarin zum Trocknen aber durchaus beeinander liegen.

3. Die richtige Temperatur

Rosmarin trocknet man am besten bei niedrigen Temperaturen. Ideal sind 35 Grad, aber auch mit 40 Grad lassen sich noch gute Ergebnisse erzielen.

4. Die richtige Dörrdauer

Nach 1,5 Stunden sollten Sie das Ergebnis überprüfen. Der Rosmarin sollte, wenn er fertig ist, sich nicht mehr weit biegen lassen, sondern relativ schnell brechen . Spätestens nach 2,5 Stunden ist der Rosmarin fertig getrocknet.

5. Aufbewahrung

Am besten die getrockneten Rosmarinzweige in einem fest verschließbaren Gefäß aufbewahren. Ganz wichtig ist, dass kein Sonnenlicht auf die Kräuter einfließen kann. Vor der Verwendung sollten die Zweige noch etwas verkleinert werden. Warten Sie aber am besten damit so lange, bis Sie den Rosmarin auch verwenden. Das ist gut, um die ätherischen Öle so lange wie möglich im Rosmarin zu halten.

In diesem Sinne: Frohes Rosmarin trocknen!

Getrockneter Rosmarin

Getrocknete Feigen selber machen – so geht’s

Frische Feigen Kalorien

Trockene Feigen sind noch gesünder als normale Feigen.

Die gemeine Feige ist sehr, sehr gesund. Sie enthält viel Kalium, einen Haufen Ballaststoffe und einige Vitamine. Das gilt für die getrocknete Feige im besonderen Maße. Eigentlich ist die Feige keine Frucht, sondern eine Blume – und noch dazu eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschen. Was vor tausenden Jahren gut war, ist heute immer noch gut: das Trocknen von Feigen. Wir zeigen, wie man es richtig macht, egal ob im Backofen oder im Dörrautomat.

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Anleitung: Beef Jerky selber machen

Beef Jerky im DörrautomatLange Zeit war Beef Jerky ein amerikanisches Phänomen, bis es den Sprung über den großen Teich schaffte. Heute wird der Snack in jedem Supermarkt verkauft. Wie man Beef Jerky am besten selber herstellen kann, welches Fleisch man benötigt und welche Marinade wunderbar dazu passt. verraten wir euch in diesem Artikel.

Ist Beef Jerky nicht einfach nur Trockenfleisch?

Ja und nein. Zum einen unterscheidet sich Beef Jerky durch ein speziell mariniertes Fleisch, zum anderen nimmt man für Beef Jerky nur Rindfleisch ( englisch Beef = Rind). Beef Jerky ist also eine Art Trockenfleisch, aber nicht jedes Trockenfleisch entspricht Beef Jerky. Neben der Marinade sind die sehr dünnen Streifen ikonisch. Das Fleisch überzeugt dabei sowohl als Snack, als auch als Proviant, denn Beef Jerky ist wie bei Dörrfleisch üblich über eine längere Zeit haltbar. Für die Herstellung brauchen sie nicht unbedingt einen vielfach angepriesenen „Smoker“, der heimische Backofen oder noch besser ein Dörrautomat ist ebenfalls sehr gut geeignet, um Beef Jerky selber zu machen.

Welches Fleisch für Beef Jerky geeignet ist

Wie könnte es anders sein, entscheidet die Qualität des Fleisches entscheidend über die Qualität von Beef Jerky. Dabei könnt Ihr euch merken, dass aus einem Kilo Fleisch etwa nur ein Drittel (also rund 330g) Beef Jerky werden. Der Rest (Wasser) verdampft). Obwohl Fett Geschmacksträger ist und generell für Fleischgerichte zu empfehlen ist, eignet sich für Beef Jerky vor allem zartes und mageres Fleisch. Gerne werden Rouladen genommen, nicht selten auch Filet oder ein Hüftsteak.


Die richtige Marinade finden

Es existieren dutzende „offizielle“ Rezepte für eine gute Beef Jerky Tunke. Die folgende Variante ist nur eine (allerdings eine sehr leckere) Variante von vielen. Wer ein anderes Rezept sucht, kann beispielsweise bei Chefkoch fündig werden. Die folgenden Angaben gelten für circa ein Kilogramm Fleisch.

  • 150 ML Worcestersauce
  • 200 ML Sojasoße (dunkel)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Salz
  • 1,5 TL Pfeffer
  • 3 EL Ketchup

Dieses Grundrezept kann wunderbar erweitert werden. Gerne werden z.B. ein paar Spritzer Tabasco in die Marinade gegeben. Zwiebeln bzw. Zwiebelgranulat gehört auch zu vielen Beef-Jerky-Rezepten. Weitere Kräuter und Gewürze wie Rosmarin, Salbei, Chili oder Thymian können ebenfalls genommen werden. Ein bisschen experimentieren schadet also nicht. Ein einfacher Dörrautomat genügt. Es muss kein High-End-Gerät sein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Beef Jerky selber herstellen

…im Dörrautomat oder Ofen.

 

1 Kilo möglichst zartes Rundfleisch (in dünne Streifen geschnitten und in einer Beef-Jerky-Marinade eingelegt).
Unbenannt4 bis 12 Stunden marinieren + 6 bis 8 Stunden trocknen
makefg.php70 Grad

1. Fleisch vorbereiten

Bereite zunächst die Marinade zu (siehe oben). Nun schneide das Fleisch in 3 bis 5 mm dicke, 3 bis 4 Zentimeter breite und beliebig lange Stücke. Lege die Fleischstücke anschließend für mindestens 4 Stunden in die Marinade ein. Der entsprechende Behälter gehört in den Kühlschrank.

2. Fleisch vortrocknen

Nimm das Fleisch aus der Marinade und trockne es gründlich mit einem Lappen oder mit Küchenrolle ab.

3. Fleisch ausbreiten

Lege das Fleisch auf einen Lattenrost (Ofen) oder direkt in das Dörrgerät. Sorge dafür, dass sich die einzelnen Stücke nicht berühren. Optional: Hier kann das Fleisch noch einmal gewürzt werden, entweder mit Salz, Curry, Chilli oder einem anderen Gewürz.

4. Dörrprozess starten

Die ideale Temperatur, um Beef Jerky selbst herzustellen, beträgt 70 Grad. Wenn der Backofen solch niedrige Temperaturen nicht mitmacht, lasse die Backofentür leicht angelehnt, oder stecke einen Holzlöffel in die Tür, damit die Temperatur niedrig bleibt. Im Dörrautomat kann einfach die Temperatur eingestellt werden und der Dörrprozess gestartet werden.

5. Fleisch wenden (Nur Backofen!)

Nach drei bis vier Stunden sollte das Fleisch einmal gewendet werden, um eine gleichmäßige Trocknung zu erreichen.

6. Beef Jerky fertig!

Nach 6 Stunden nachsehen, ob der Trockenfleisch bereits fertig ist. Wenn nicht, sollte alle 60 Minuten überprüft werden, ob der Dörrvorgang abgeschlossen ist. Die Konsistenz ist Geschmackssache. Für gewöhnlich hat Beef Jerky in etwa die Festigkeit von etwas softeren Chips. Nach dem Abschluss sollte das Fleisch zunächst auskühlen. Dann kann es in einer Dose oder einem Plastikbeutel aufbewahrt werden. Für den optimalen Genuss empfiehlt es sich, zwei, drei Tage mit dem Verzehr zu warten.

Fertiges Beef Jerky

 

Fisch und Fleisch trocknen

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Salbei richtig trocknen – so geht’s

salbeiSalbei findet vielfach Anwendung – auch außerhalb der heimischen Küche. Am besten haltbar zu machen ist Salbei durch Trocknung. So bleiben nicht nur die vielen positiven Inhaltsstoffe erhalten, sondern eigens angebauter Salbei kann das ganze Jahr verwendet werden. Wir verraten, wie man getockneten Salbei am besten selbst herstellt.

Es gibt unzählige Arten von Salbei. Hunderte Arten wachsen so gut wie überall auf der Welt, wie Wikipedia weiß. Die ätherischen Öle in Salbei sind besonders bei Halsschmerzen ein bewährtes Hausmittel. Auch Heiserkeit kann damit bekämpft werden. Genauso wie viele andere Gebrechen, im Volksmund ist Salbei damit nicht selten als Allheilmittel angesehen. Auch deswegen kommt der Name von „salvare“, also heilen. Auch die Wörter salben und Salbe sind mit unserem Salbei verwandt. schon die alten Ägypter und Indianer schworen auf Salbei – ein echtes Wundermittel also. Dabei sind vor allem die Blätter verwertbar, aber auch die Zweige bzw. Stile sollten verwendet werden, nicht aber die Blüten.


So kann man Salbei haltbar machen

  • Ohne Dörrgerät lässt sich Salbei auch wie die meisten Kräuter recht gut an der frischen Luft trocknen. Um Salbei zu trocknen, einfach 4 bis 5 Stängel zu einem Bündel formen und bei warmen, trocknen Temperaturen draußen im Schatten kopfüber aufhängen. Nach 2 bis 3 Tagen ist der Salbei in der Regel fertig getrocknet und sollte in einer luftdichten Verpackung aufbewahrt werden.
  • Alternativ können Sie Salbei auch in Öl einlegen, um ihn haltbar zu machen. Achten Sie hier darauf, dass wirklich der ganze Salbei von Öl bedeckt ist.
  • Gefriertrocknung ist bei vielen Kräutern eine Alternative. Auch hier empfiehlt sich, etwas Öl hinzu zu geben.
  • Manche schwören auf die Mikrowelle. Hier sollten aber nicht mehr als 600 Watt eingestellt werden. Nach zwei bis drei Minuten ist der Salbei getrocknet.
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Zuletzt aktualisiert am 31. März 2020 um 2:07 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Salbei im Dörrautomat oder Ofen trocknen

Ein Dörrgerät ist ideal, um getrocknete Kräuter wie Salbei herzustellen. Aber es geht auch im heimischen Ofen.

Dafür braucht es:

salbei logoMöglichst trockene Salbei-Blätter und Zweige
Unbenannt2 bis 3 Stunden
makefg.php35 bis 40 Grad

1. Schnell verarbeiten

Wichtig ist, den Salbei so schnell wie möglich nach der Ernste zu trocknen. So bleiben viele der guten Eigenschaften erhalten und auch das Aroma ist stärker. Für getrockneten Salbei sollten Sie vor allem darauf achten, ähnlich große Salbeiportionen zu haben, da der Salbei sonst unterschiedliche Trocknungsgrade erreicht.

2. Richtig vorbereiten

Legen sie den Salbei mit kleinem Abstand nebeneinander in  das Dörrgerät. Im Ofen kann ein Backblech mit Backpapier verwendet werden. Der Salbei darf auf keinen Fall übereinander gelegt werden. Waschen Sie den Salbei wenn möglich vorher nicht oder nur kurz.

3. Die richtige Temperatur

Sie benötigen für getrockneten Salbei niedrige Temperaturen. Ideal sind 35 Grad, notfalls gehen auch 40. Falls Ihr Backofen nicht solch niedrige Temperaturen beherrscht, stellen Sie die niedrigste Temperatur ein und lassen die Tür leicht gekippt. Messen Sie die Temperatur im Backofen, bis sie ideal ist. Im Dörrautomat können Sie die Temperatur entspannt einstellen. Im Ofen sollten sie den Salbei nach etwa einer Stunde wenden.

4. Die richtige Zeitspanne

Wenn Sie den Salbei klein geschnitten haben, prüfen Sie das Ergebnis nach 2 Stunden, andernfalls nach 2,5 Stunden. Spätestens nach drei Stunden sollte der Salbei sowohl im Ofen als auch im Dörrautomat getrocknet sein.

5. Abfüllen und aufbewahren

Ein abgedichtetes Glas, ein verschließbare Dose oder auch ein Frischhaltebeutel sind für die Aufbewahrung akzeptabel. Wenn der trockene Salbei zerbricht, ist das nicht weiter schlimm. Wichtig ist aber, dass der getrocknete Salbei lichtgeschützt gelagert wird.

 

salbei wikipedia

(Bild: wikipedia)

 

 

Kräuter trocknen

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Steinpilze richtig trocknen – So geht’s

Steinpilze sind lecker und wohltuend

Der Steinpilz ist einer der beliebtesten deutschen Pilze. Sein starker, aromatischer Geschmack öffnet ihm Tür und Tore zum heimischen Essteller. Auch getrocknet ist der Steinpilz ein Highlight, egal ob als Snack oder in Saucen. Wie man Steinpilze trocknet und so langfristig haltbar macht, zeigen wir in unserer Anleitung.

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Getrocknete Pilze selbst herstellen

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Die meisten Pilze können durch Trocknung haltbar gemacht werden. Dadurch erhalten sie auch ein teilweise anderes Aroma und einen anderen Geschmack, weswegen sie gerne für leckere Saucen oder als Snack eingesetzt werden. Besonders Steinpilze, aber auch Champignions, Shiitake oder Austernpilze kann man sehr gut trocknen. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung lassen sich auch Pfifferlinge gut dörren. Nicht selten stellt man aus getrockneten Pilzen auch direkt Pilzpulver her.

Tipps für getrocknete Pilze




Nach dem sorgfältigen Putzen der Pilze müssen diese in gleichmäßig große Stücke geteilt werden. Die Gleichmäßigkeit ist deswegen wichtig, da sie sonst unterschiedlich lange Dörren müssen. Ist der Pilz nicht zu groß, reicht es oftmals aus, ihn zu halbieren, denn während des Dörrvorgangs "schrumpft" er aufgrund des Wasserverlusts auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe zusammen.

Wie dörrt man Pilze?

Im Backofen kann man Pilze trocknen, im Dörrgerät klappt es aber erheblich besser. Greifen Sie bitte nicht zur Mikrowelle. Auch die Lufttrocknung führt oft zu problematischen Ergebnissen und reicht selten aus, um einen langfristigen Koservierungseffekt zu erzielen. Achten Sie auf eine konstante Temperatur zwischen 40 und 70 Grad (je nach Pilz unterschiedlich). Die Dörrzeit beträgt normalerweise zwei bis acht Stunden. Entscheiden Sie sich für den Backofen, muss die Temperatur niedrig genug und gleichbleibend sein. Außerdem braucht es eine Luftzirkulation, weswegen nur ein Umluftofen in Frage kommt. Erreicht der Backofen keine niedrigen Temperaturen, können Sie die Tür leicht angelehnt lassen. Außerdem sollten Sie die Pilze mindestens einmal wenden. Im Zweifel sollten Sie die Pilze bei einer niedrigeren Temperatur dörren, um möglichst wenige Mineralstoffe zu zerstören.

Wann sind getrocknete Pilze fertig?

Das Ende des Dörrverfahrens ist offiziell erreicht, wenn weniger als 15 Prozent Flüssigkeit im Pilz sind. Da das schwer messbar ist, müssen Sie sich auf Ihren Tastsinn verlassen. Die meisten getrockneten Pilze sind eher hart als weich. Flüssigkeitsrückstände am äußeren Rand deuten auf darauf hin, dass das Trocknen noch nicht fertig ist. Werden die Pilze durch die Trocknung zu hart, sollten Sie sie auf keinen Fall wegschmeißen, sondern sie mit einem Mörser oder ähnlichem zu Pilzmehl bzw. Pilzpulver verarbeiten. Das eignet sich prima als Gewürz. nach der Trocknung sollten die Pilze 20 bis 30 Minuten ruhen und abkühlen.

Trockenpilze richtig lagern

Getrocknete Pilze sind Monate, teilweise auch Jahre haltbar - aber nur, wenn Sie richtig gelagert werden. Nachdem dem die Pilze erkaltet sind, eignet sich ein luftdicht abschließbares Glas als Aufbewahrungsmöglichkeit. Auch verschließbare Tüten sind eine gute Wahl. Das Ziel ist es, dass die getrockneten Pilze so wenig Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, da sie sonst nicht so haltbar sind. Kühlen müssen Sie die Dörrpilze übrigens nicht.

Rezepte und Anleitungen für getrocknete Pilze

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