Bananenchips sind eine Herausforderung für den heimischen Dörrautomat oder Backofen. Mit etwas Übung (oder der richtigen Anleitung 🙂 ) klappt es jedoch. Wir zeigen anhand dieses Rezepts, wie Bananenchips hergestellt werden.

Bananenchips richtig selber machen

Es gibt sie zuhauf: Die Berichte über fehlgeschlagene Versuche, Bananenchips selber zu machen. Dabei gibt es drei einfache Fehlerquellen, die es abzuschalten gilt.

1 Nimm nicht zu reife Bananen!

Oft wird empfohlen, reife Früchte zu nehmen, weil dann die Süße besser durchkommt. Zu reife Bananen werden aber getrocknet einfach nicht kross. Erst bei sehr hohen Temperaturen klappt es. Wir wollen aber getrocknete Bananenchips, und keine gebackenen Bananenchips. Dörrobst ist in den meisten Fällen schon sehr süß, also mach dir keine Sorgen, dass das Endergebnis nicht süß genug ist. Im Zweifelsfall also lieber nachwürzen, als zu reife Bananen nehmen. Ideal sind noch leicht grüne Bananen, braun ist dagegen tabu.

2 Nicht zu dicke Scheiben schneiden!

Die Banane ist eine merkwürdige zu trocknende Frucht. Zu dicke Stücke werden im Dörrautomaten nicht zu Chips. Man bekommt eine eher softe Variante von gedörrter Banane. Wer echte Bananenchips will, der sollte also dünne Stücke von 2 bis maximal 4 Zentimetern dicke nehmen. Natürlich schmecken auch dickere, getrocknete Bananenstücke, aber das sind dann eben leider keine Bananenchips mehr.

3 Bitte mehr als 42 Grad!

Es ist en vogue, das Dörren als Rohkostvariante mit niedrigen Temperaturen von unter 42 Grad zu betreiben. Das hat seine Vorteile, aber für Bananenchips ist es nicht praktikabel. Auf diese Weise brauchen Bananenchips weit über 24 Stunden, wenn sie überhaupt hart genug werden, um als Chips bezeichnet zu werden. Bananenchips brauchen 60, besser noch 70 Grad, damit sie knackig genug werden.

Hilfe, meine Bananenchips werden braun

Viele geschnittene Früchte werden über kurz oder lang braun, wenn sie getrocknet werden. Geschmacklich hat das keine negativen Auswirkungen, optisch sieht es manchmal etwas unschön aus. Also zunächst ist wichtig: Braunes Dörrobst, auch Bananenchips, ist kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch gemacht hast. Wenn du es trotzdem vermeiden willst, gibt es eine recht einfache Methode der Prävention. Die Lösung heißt Zitronensaft. Tunke oder besprühe die angehenden Bananenchips vor dem Trocknen. Achtung: Die Bananenscheiben sollte nicht zu nass sein. Im Zweifelsfall bitte einmal abtupfen. Danach können die Bananen zu Bananenchips gedörrt werden – und nehmen höchstens ein etwas dunkleres, verwaschenes Gelb als Farbe an.

Im Backofen oder Dörrautomat?

Die gute Neuigkeit ist, dass sowohl der Backofen, als auch der Dörrautomat zum Selbermachen von Bananenchips geeignet ist. Beim Backofen gibt es aber einiges zu beachten: Zunächst ist der Energieverbrauch sehr viel höher, als er das im Dörrautomat ist. Die Herstellung im Backofen ist also um ein Vielfaches teurer. Wer trotzdem den Ofen nehmen will, sollte wenigstens mehrere Lagen gleichzeitig machen. Außerdem sollte es ein Umluftbackofen sein, der auch niedrige Temperaturen unter 100 Grad beherrscht. Im Zweifel einfach einen Holzlöffel in die Tür klemmen, damit ein kleiner Spalt entsteht. Last but not least sollte die Temperatur, da sie im Backofen gerne nach unten schwankt, etwa 10 Grad höher eingestellt werden, als im Backofen – so stellen wir sicher, dass die Bananenchips kross genug werden.

Die empfohlene Methode, auf die wir im Folgenden auch eingehen werden, ist das Rezept für Bananenchips im Dörrgerät.

Das Rezept für Bananenchips

So viele noch leicht grüne Bananen wie gewünscht
Unbenannt14 bis 18 Stunden (je nach Reife der Banane und Dicke der Stücke!)
makefg.php70 Grad

Schritt für Schritt

  1. Bananen schälen und mit einem Messer oder einer Mandoline in sehr dünne, 2 bis 4 mm dicke Scheiben schneiden.
  2. (Optional) Die Bananenscheiben mit Zitronenwasser besprühen oder kurz in Zitronenwasser tunken, um braune Stellen zu vermeiden. Die Bananenscheiben dürfen nicht zu nass sein.
  3. Lege die Bananenscheiben nebeneinander auf die Etagen des Dörrautomaten, idealerweise über einer Dörrfolie, da die Bananen schnell klebrig werden.
  4. Trockne die Bananen bei 70 Grad 14 Stunden und überprüfe das Ergebnis. Die Bananenscheiben sollten trocken und nicht flexibel sein. Mit Druck sollten sie sogar brechen. Ist dieses Ergebnis noch nicht erreicht, weiter trocknen. (Hinweis: Viele Dörrautomaten erreichen nicht ganz die versprochenen 70 Grad. Hier kann sich die Dörrzeit um mehrere Stunden erhöhen).
  5. Sind die Chips fertig, abkühlen lassen und in luftdichten Gefäßen aufbewahren. Die Bananenchips sind bis zu 6 Monaten haltbar.

Varianten für die Herstellung von Bananenchips

Sogar pur sind die Chips ein Genuss. Allerdings gibt es diverse Variante, die den leckeren Snack noch besser machen. Für Vanille-Zimt-Bananenchips einfach vor dem Dörren ein bisschen Zimt und Vanillezucker auf die Bananen streuen. Da Schokolade und Banane meiner Meinung nach extrem gut zusammenpasst, könnt ihr nach dem Trocknen die Bananenchips auch mit geschmolzener Zartbitterschokolade überziehen. Ein wahrhaft göttlicher Genuss! Kennt ihr weitere Varianten? Kerne in die Kommentare posten!