Frische Feigen Kalorien

Trockene Feigen sind noch gesünder als normale Feigen.

Die gemeine Feige ist sehr, sehr gesund. Sie enthält viel Kalium, einen Haufen Ballaststoffe und einige Vitamine. Das gilt für die getrocknete Feige im besonderen Maße. Eigentlich ist die Feige keine Frucht, sondern eine Blume – und noch dazu eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschen. Was vor tausenden Jahren gut war, ist heute immer noch gut: das Trocknen von Feigen. Wir zeigen, wie man es richtig macht, egal ob im Backofen oder im Dörrautomat.

Was muss man über die getrocknete Feige wissen?

Wie gesund getrocknete Feigen sind, ist vielerorts noch unbekannt. Das liegt daran, dass neben vielen Nährstoffen auch viel Kohlenhydrate in der Trockenfeige vertreten sind. Das macht sie zu einer echten Energiebombe. Gerade im Sportlerbereich hat sich die trockene Feige so einen Ruf als Energielieferant gemacht. Schon in den Anfängen der Menschheit war die Feige eine wichtige „Frucht“. Da sie jedoch schnell verdarb, war schon damals das Dörren ein wichtiger Prozess. Die aus Südostasien kommende Feige wird heute vor allem im Mittelmeerraum und im mittleren Osten angebaut. Sie hat vorwiegend im August und September Saison und ist in den meisten hiesigen Supermärkten zu finden. Da die Feige sehr viel Wasser enthält, dauert das Dörren entsprechend lange. Aus 100g normalen Feigen werden so am Ende weniger als 50g trockene Feigen. Normalerweise sollten Feigen vollreif gerntet werden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie bereits viel weniger Wassergehalt, als zur vollen Blüte. Die nachfolgende Trocknung verlängert die Haltbarkeit der Feigen bis in den Winter und darüber hinaus.


Wie man getrocknete Feigen am besten selber herstellt

Getrocknete Feigen

Getrocknete Feigen: Lecker & gesund.

Am besten geht das Trocknen von Feigen in einem Dörrautomat. Feigen sollten nicht Temperaturen über 65 Grad ausgesetzt sein, was sich am besten mit einem Dörrapparat realisieren lässt. Allerdings eignet sich auch ein guter Umluft-Backofen für das Dörren, wenn er niedrige Temperaturen halten kann. Notfalls muss bei dem Ofen die Tür gekippt werden, damit die Wärme konstant bleibt. An der frischen Luft ist das Dörren generell auch möglich, allerdings nur, wenn die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad fallen. Hierzu einfach eine Darre bzw. einen Rost mit aufgeschnittenen Feigen in die Sonne stellen. Nach 2 bis 4 Tagen sind die Feigen normalerweise trocken. Wenden nicht vergessen! Achtung: Die Haltbarkeit von in der Sonne getrockneten Feigen ist wegen dem hohen verbleibenden Wassergehalt wesentlich geringer als die der hier beschriebenen Methode. Feigen sollten vor dem Dörren nicht zusätzlich gesüßt werden. Wer es dennoch ausprobieren will: Etwas Limettensaft kann vor der Trocknung auf die Feigen getropft werden. Das verleiht den Trockenfeigen eine leicht Säure.
Außerdem benötigt werden für das Trocknen von Feigen:

Sehr reife Feigen  (idealer Monat: September)
Unbenannt10 bis 16 Stunden (je nach Größe und Reifegrad)
makefg.php50 Grad (Dörrautomat), 60 bis 65 Grad (Ofen)

Feigen im Dörrautomat oder Backofen trocknen und dörren

1. Waschen und schneiden

Die Feigen müssen vor der Verarbeitung gründlich gewaschen werden. Danach sollten sie mit einem trocknen Tuch abgetupft werden: Zusätzliche Flüssigkeit ist beim Dörren hinderlich. Teilt nun die Feigen in zwei Hälften. Zwar können sie auch als Ganzes getrocknet werden, das dauert aber wesentlich länger.

2. Aufreihen

Legt die vorbereiteten Feigen nebeneinander auf das Dörrgitter oder den Rost. Mehr als einen Zentimeter Abstand zwischen den Früchten braucht es nicht. Falls es mehrere Schichten bzw. Ebenen gibt, sollte aber hier genügend Abstand eingeplant werden. Auf keinen Fall sollte ein Backblech verwendet werden. Die Feigen brauchen Luft zum „Atmen“. Auch Backpapier ist in der Regel nicht nötig.

3. Temperatur und Dauer

Den Dörrautomat möglichst auf 50 Grad einstellen (plusminus 5 Grad sind auch kein Beinbruch) und die Feigen für mindestens 10 Stunden im Dörrautomat lassen. Danach überprüfen, ob die Feigen die gewünschte Konsistenz haben.

4. Wenden (Nur Backofen!)

Nach ca. 5 Stunden sollten die Feigen gewendet werden, um ein gleichmäßiges Dörrergebnis zu gewährleisten.

5. Entnehmen

Nach 10 Stunden können die Feigen bereits trocken sein. In der Regel dauert es aber ein paar Stunden länger. Überprüfe jede Stunde, ob sie die richtige Härte haben. Die perfekte Konsistenz hängt vom eigenen Geschmack ab. Auf jeden Fall sollten die Früchte leicht ledrig sein und es sollte keine Flüssigkeit mehr an der Oberfläche zu sehen sein. Ganz hart dürfen getrocknete Feigen aber auch nicht sein.

6. Lagern

Getrocknete Feigen sind über ein Jahr haltbar – wenn sie richtig gedörrt und gelagert werden. Die Lagerung muss an einem möglichst luftdichten und kühlen Ort erfolgen. Ein Glas mit abgeschlossenem Deckel in einer Vorratskammer ist gut. Jeder luftdichte Behälter im Kühlschrank ist ideal.

 

Letzter Schritt: Naschen!

Getrocknete Feigen in Action.

Getrocknete Feigen in Action.