Gesund und lecker: So müssen Gemüsechips sein. Doch das Image der Gemüsechips ist ramponiert – zu unrecht. Wir zeigen, wie man Gemüsechips einfach selbst schonend zubereiten kann.

Aus den allermeisten Gemüsesorten lassen sich Chips formen. Das Schöne an Gemüsechips ist jedoch, dass sie sich wunderbar auf ganz verschiedene Art zubereiten lassen.

Damit sind vor allem Gewürze und Marinaden gemeint, mit denen Gemüsechips aufgepeppt werden können. Kaum eine Kombination ist zu gewagt, um nicht einmal ausprobiert zu werden. Kreativität gewinnt!
In einem Test hat Stiftung Warentest herausgefunden, dass viele gekaufte Gemüsechips ungesund sind. Das liegt zum Teil an unsachgemäßer Zubereitung (zu hohe Temperaturen), teils aber auch an Zusatzstoffen und zu viel Fett. Dabei gibt es leckere, gesunde Gemüsechips, wenn man sie selbst macht.

gemüsechips-schüssel

Welche Gemüsesorten sich zu Gemüsechips verarbeiten lassen

In den letzten Monaten habe ich sehr, sehr viele Gemüsesorten zu Chips verarbeitet und dabei jede Menge Erfahrung gesammelt. Folgende Gemüsearten lassen sich sehr gut zu Chips machen:

  • Zucchini
  • Rote Beete
  • Wirsing
  • Gurke (trotz 95 Prozent Wasseranteil!)
  • Grünkohl
  • Kohlrabi
  • Kürbis
  • Karotten
  • Pastinaken
  • Topinambur
  • Süßkartoffel
  • Aubergine
  • Radieschen
  • Saure Gurken
  • Mais (püriert als leckerer Tortilla-Chip!) -> Rezept gibt’s in unserem Gemüsechips E-Book

Benötigtes Zubehör

Am gesündesten werden Gemüsechips, wenn sie schonend zubereitet werden. Sprich bei niedrigeren Temperaturen unter 70 Grad. Dafür ist ein Dörrautomat ideal, weil er nicht nur viel weniger Strom verbraucht als ein Backofen, sondern auch niedrige Temperaturen besser beherrscht. Trotzdem lassen sich Gemüsechips natürlich auch im Ofen zubereiten. Hier werden sie tendenziell knuspriger, aber auch ungesünder. Außerdem bekommt man auch mit schonendem Dörren knusprige Chips hin, wenn man etwas Geduld mitbringt. Gemüsechips brauchen im Dörrgerät nicht selten acht oder mehr Stunden.

Neben einem Dörrapparat gibt es noch ein anderes Küchenutensil, welches gerade bei Gemüsechips seine volle Power entfalten kann. Die Rede ist von einem Gemüsehobel oder einer Mandoline. Damit lassen sich Gemüsescheiben von exakt gleicher dicke sehr schnell herstellen. Das bringt mehrere Vorteile mit sich. Zum einen benötigen die Gemüsechips dann gleich lang. Denn schon ein Millimeter Unterschied in der Dicke kann die Dörrzeit erheblich verlängern. Zusätzlich bekommt man nur so richtig dünne Chips gehobelt (mit einem Messer ist das schwierig). Und wir wollen echten Chips ja zumindest von der Form möglichst nahe kommen.

gemüsehobel

Als letztes im Bund kann ich noch eine Dörrfolie bzw. eine Dauerbackfolie empfehlen. Ohne kleben Gemüsechips gerne an den Dörrgittern und verdrecken den Dörrautomat. Das ist allerdings kein Muss, es geht auch ohne Folie. Man kann auch auf normales Backpapier zurückgreifen. Allerdings ist für jeden Dörrvorgang neues Backpapier zu nehmen nicht gerade gut für die Umwelt.

Das Grundrezept für Gemüsechips

Zutaten:

  • Etwa 500g des bevorzugten Gemüses
  • Gewürze nach Wahl

(Für ausgefallenere Rezepte und Anleitungen ist unser Buch „Gemüsechips und Snacks“ zuständig)

Zubereitung

  1. Gemüse waschen! Für die meisten Gemüsechips muss die Schale nicht entfernt werden. Manches Gemüse bedarf auch einer Vorbereitung: So muss etwa die Süßkartoffel vorher 1 bis 2 Stunden in warmem Wasser gebadet werden, damit die Stärke reduziert wird. Rote Beete sollte dagegen vorgekocht werden.
  2. Mit einem Gemüsehobel oder Messer Gemüse in Scheiben schneiden (etwa 2 bis 4 Zentimeter). Bei Wirsing und Co. einzelne Blätter in Handflächengröße entfernen.
  3. Angehende Gemüsechips mit der Marinade bzw. den Gewürzen bestreuen / oder bedecken. Wichtig ist, dass jeder Gemüsechip etwas abbekommt!
  4. Nun die Scheiben auf den Gittern des Dörrautomaten (wenn möglich über einer Dörrfolie) ausbreiten. Die Gitter können eng belegt werden, da die Chips beim Dörren kleiner werden. Berühren sollten sie sich aber nicht.Tomatenchips
  5. Die Temperatur auf 55 bis 65 Grad einstellen und nach etwa 8 Stunden überprüfen, ob die Chips bereits kross genug sind. Sie sollten sich nur noch schwer biegen lassen und leicht brechen. Ggf. 3 bis 4 Stunden weiter trocknen.

Anschließend die Gemüsechips abkühlen lassen. Direkt essen oder in Schraubgläsern aufbewahren. Dann vor Sonne und Feuchtigkeit schützen und bei niedrigen Temperaturen lagern (Abstellkammer z.B.). Dann sind sie mehrere Monate haltbar. Falls die Chips Wasser gezogen haben und an Bissfestigkeit verloren haben, hilft oft eine Stunde im Dörrautomat, um sie wieder auf Vordermann zu bringen.

Für ein konkretes Rezept kannst du unser Rezept für leckere Süßkartoffelchips ansehen oder dir unser E-Book besorgen.

Unser E-Book zum Thema Gemüsechips und Gemüsesnacks mit leckeren Rezepten

Getrocknete bzw. gedörrte Gemüsechips sind einfach zu machen, der Renner auf jeder Party und ein gesunder Ersatz zum frittierten Kartoffelchip.

Die 30 Rezepte aus unserem Buch  sind für Dörrautomaten ausgelegt, lassen sich aber genauso gut im Backofen herstellen. Außerdem hilft unser Buch Dörranfängern zu guten Ergebnissen, mit Fragen und Antworten und anderen Hilfestellungen.

Was erwartet dich in diesem Buch?Gemüsechips-Rezepte

  • Großer Einführungsteil mit Tipps zum Dörren, dem Equipment und häufigen Fehlerquellen
  • Leckere Rezepte für getrocknete Gemüsechips, etwa Essig-Senf Zucchinichips, leckere Süßkartoffelchips oder selbstgemachte Mais-Tortilla-Chips.
  • Noch mehr Rezepte für getrocknete Gemüsesnacks wie zum Beispiel Grüne Bohnen Sticks, Karottenstreifen, saure Rhabarbarschnüre oder feuriges Blumenkohlpopcorn.

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Zum Autor und Buch:
Hi, ich bin Till! Als langjähriger Betreiber der Website richtig-dörren.de habe ich schon so gut wie alles gedörrt – und dabei reichlich Dörr-Erfahrung gesammelt. Die letzten Monate habe ich intensiv Rezepte für leckere Gemüsechips und Snacks gesucht. Das ist das Ergebnis. Viel Spaß!